Aktuell

Liebe Besucherinnen und Besucher

Die Stückauswahl wird immer schwieriger. Nicht wegen der fehlenden Stücke. Nein, auch nicht wegen dem Alter der Mitwirkenden. Es geht uns wie vielen Laienbühnen (nicht nur Seniorenbühnen), es fehlt an Männern für die Rollenbesetzung. Ist das starke Geschlecht etwa gar nicht so stark, so selbstbewusst, wie es sich vor allem in der Berufswelt oder am Stammtisch darstellt, dass es sich nicht auf die Bühne wagt? Entgegen der in der "freien Wildbahn" geforderten Frauenquote, sollten wir eine Männerquote für das Amateurtheater fordern! Rollen umschreiben wäre die Alternative. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Ich habe mich als Regisseur zu einer anderen Lösung entschieden, nämlich ein eigenes Lustspiel in Berndeutsch für unsere Theatertruppe zu schreiben. So entstand das Stück "D Manne sy ds Problem". Was beim Lesen des Titels den Anschein eines gewöhnlichen, traditionellen Theaterstücks für Senioren erweckt, liegt falsch. Die Theaterfrauen werden mit den Tücken der modernen Technik konfrontiert, welche sie zur Lösung ihres "Männerproblems" einsetzen. Das Stück erfordert die Bereitschaft, offen zu sein für etwas Neues.


Rückblick:

Alle Beteiligten haben sich mit viel Engagement, Elan und Freude an die Aufgabe gemacht, das neue, noch nie gespielte Stück als "Welturaufführung", auf die Bühne zu bringen. Manche Ideen aus dem Ensemble flossen bei den Probearbeiten noch ein.
Das war unser Plan, nur erstens kommt es anders zweitens als man denkt! Nicht "D Manne sy ds Problem", sondern die unerwartet heftig zuschlagende Grippewelle, die in unserem Ensemble wütete, war es. Keine Vorstellung konnte in der Originalbesetzung gespielt werden. Rollen mussten Um- oder Neubesetzt werden, was dazu führte, dass sowohl die Regieassistentin wie auch der Regisseur auf die Bühne mussten. Improvisation war angesagt. Es gelang uns trotz Fieber, Heiserkeit oder Stimmverlust alle Vorstellungen, mit viel Durchhaltewillen, durchzuführen. Dass unter diesen Umständen die Spielqualität leidet, hat unser Publikum verstanden und wohlwollend akzeptiert.

An dieser Stelle möchte ich mich, auch im Namen des ganzen Ensembles, bedanken:
- Bei unserem Publikum für ihren Applaus und ihre Spende;
- Bei den drei Gruppen, die einmal mehr unentgeltlich vor unserem Theater das Publikum mit ihren Darbietungen unterhalten haben:
 - Der "Jugendmusik Heimberg",
 - Der "Guggemusig Gschirrschärbeler", Heimberg,
 - Den "Örgelifreeser",
- Beim Ensemble, das den Mut hatte, trotz widrigen Umständen etwas Neues, ungewohntes auf die Bühne zu bringen.

Wir wünsche ihnen eine schöne, theaterfreie Zeit und würden uns freuen, sie im nächsten Februar wieder bei einer unserer - hoffentlich Grippefreien - Vorstellungen begrüssen zu können.

Heinz Megert, Regisseur